Die 30 Tage Vegan Challenge

Die erste 30 Tage Vegan Challenge ist aus einem Gespräch mit dem (dann) ersten Teilnehmer Holger entstanden. Eines Abends unterhielten wir uns über den veganen Lifestyle und meine Pläne, dazu einen Blog zu starten. Holger fand das Thema an sich sehr interessant, war aber etwas orientierungslos selbst auf vegan umzusteigen. Daraus entstand die Idee, es einfach mal 30 Tage lang mit mir an seiner Seite im Rahmen einer Vegan Challenge zu versuchen und ganz entspannt zu schauen was passiert. Sofort fühlte er sich besser und sagte zu!

Und plötzlich ging alles ganz schnell mit der Vegan Challenge

Schnell sprach sich unser Experiment rum und beim Start der Vegan Challenge Anfang Oktober waren es bereits 11 Teilnehmer, die hoch motiviert mitmachen wollten. Die Ergebnisse haben sowohl sie, als auch mich so positiv überrascht, dass ich beschloss, die Vegan Challenge weiter auszubauen und 2016 erneut zu starten. Zum Ende der Vegan Challenge erzählen hier einige Teilnehmer ihre Top 3 veganen Erlebnisse, die sie während der 30 Tage entdeckt haben. Here we go:

Feli Hargarten: 

cowspiracy

Cowspiracy der Film









Cowspiracy

Den Film „Cowspiracy“ fand ich wirklich sehr interessant. Er lässt den veganen Lifestyle noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen und zeigt dir wieviel du als Veganer nicht für Tiere und deine Gesundheit, sondern auch für die Umwelt tun kannst. 

Kokosöl*

Selbstgemachte vegane Kosmetik ist eines meiner Highlights. Insbesondere Kokosöl hat es mir angetan. Ein wirkliches Multiprodukt. Man es kann es nicht nur zum Kochen verwenden, sondern auch für Haut und Haare nutzen. Kokosöl kann man ausserdem auch auf Reisen leicht bekommen. Auf jeden Fall werde ich aber auch verschiedene Haarmasken ausprobieren, wie zum Beispiel aus Avocado, Banane oder Erdmandelöl. Natürlich habe ich auch DM Produkte wie Weleda oder Lavera ausgetestet.

Veganer Käse*

Sehr spannend fand ich die Mail zum Thema „Käse“. Keinen Käse zu essen fällt mir viel viel schwerer, als kein Fleisch zu essen. Die veganen Alternativen zu Käse oder wie man veganen Käse selber macht hat Melanie uns während der 30 Tage Vegan Challenge verraten. Damit werde ich mich als nächstes nochmal intensiver beschäftigen. Eins nach dem anderen.

Yvonne Rundio:

SOMEWHERE_ELSE_Mund-Art-Berlin-Dinner

Mundart Berlin Dinner

Mund Art Berlin – Veganer Dinnerclub 

In Berlin veranstalten Nicole Just und Felicia Meyer-Jendro regelmäßig vegane Dinnerevents, die einen Raum bieten, um mit vielen Menschen an einer großen Tafel zusammen zu essen und sich auszutauschen. Dich erwarten fünf Gänge feinster veganer Gourmetfreuden wie „Gebackenes Millefeuille aus Kartoffel, Roter Beete und Rote-Beete-Cashew-Mayonnaise, Feldsalat, Haselnuss-Cranberry-Vinaigrette“ oder „Mousse au Nougat, Ingwer-Birnen-Sorbet, glacierte Portweinpflaume“. Sehr außergewöhnlich und wahnsinnig lecker! So bin ich auch auf Nicole Just als Kochbuchautorin aufmerksam geworden, die seit 2010 ihr Wissen über vegane Ernährung auch auf ihrem Blog „Vegan sein“ teilt.

Eat this! – Das vegane Rezepte Blog

Nadine und Jörg haben ihren Bog dem kreativen Kochen und genussvollen Essen gewidmet. Seit sie sich vegan ernähren haben sie ihre Leidenschaft zum Kochen und Experimentieren entdeckt und teilen ihre Rezepte auf dem Blog und in Kochbüchern, wie „Vegan kann jeder“ oder „Vegan frühstücken kann jeder“. Tolles Foodstyling, schöne Fotos und inspirierende Rezepte – der Blog lädt zum Stöbern ein.

Die Eisdielerin 

Ein neues Eiscafé in Köln Ehrenfeld, ganz hübsch anzusehen und mit einer ganzen Reihe an veganen Eissorten, wie z. B. Mango-Maracuja und Himbeere-Minze. Lecker! Außerdem gibt es Waffeln aus rein pflanzlichem Teig: Wie wäre es mit einer Waffel mit Zucchini, Möhren, gedünsteten Zwiebeln, Salat und dazu einen Dattel-Sojajoghurt-Harissa Dip? Oder die Apfel-Waffel mit gedünstetem Apfel, Zimt und Puderzucker?

Holger Hespelein

Münchner Wochenmarkt

Was Gscheitz auf dem Münchner Wochenmarkt

Grünkohlchips

Was erlebt ein gemäßigter Allesesser oder „Flexitarier“, der seine Ernährung von heute auf morgen auf vegane Kost umstellt? Viel Genuss, wenig Verzicht und eine ganze Menge Überraschungen. Für mich persönlich war Melanies 30 Tage Vegan Challenge wie eine Expedition in ein aufregendes, fremdes Land. Neu entdeckt habe ich dabei zum Beispiel eine Gemüsesorte, die ich bisher nur ein- bis zweimal pro Jahr in Verbindung mit geräucherter Grützwurst („Pinkel“) verspeist habe: den Grünkohl – in Norddeutschland auch als „Friesische Palme“ bekannt. Mir war gar nicht bewusst, dass diese Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse bei Veganern als ultragesundes Superfood gilt. Und ich hätte mir auch nie vorstellen können, wie köstlich getrockneter Grünkohl als Snack zum Feierabendbierchen schmeckt. Jetzt weiß ich es und produziere fleißig Kale Chips im eigenen Backofen.

„Was Gscheidz“ auf dem Münchner Wochenmarkt

In den 30 Tagen habe ich natürlich auch meine Umgebung ganz neu wahrgenommen. Unglaublich, wie vielfältig in meiner Heimatstadt München das Angebot an Lokalen und Läden für Veganer mittlerweile geworden ist. Auf einem Wochenmarkt bin ich zum Beispiel auf den Imbisswagen „Was Gscheidz“ (hochdeutsch: Etwas Gescheites) gestoßen. Der extrem freundliche Inhaber verkauft dort unter anderem leckere fleischfreie Pflanzerl im Dürüm-Mantel, frisch zubereitete Smoothies und zum Nachtisch feine vegane Kuchen und Muffins. Auch der Cappuccino mit aufgeschäumter Hafermilch ist sehr zu empfehlen.

Der Graslutscher

Eine echte Herausforderung waren während der Vegan Challenge eigentlich nur die gelegentlich etwas ausufernden Diskussionen mit meinen Zeitgenossen über Sinn und Unsinn der veganen Ernährung. Ich war erstaunt, wie starke Emotionen das Thema bei vielen Mitmenschen noch immer auslöst – und wie oft man sich mit den immer gleichen Fragen und Vorurteilen auseinandersetzen muss. Oft habe ich mir dabei einen etwas entspannteren und auch humorvolleren Umgang mit dem Thema gewünscht. Ein Blogger, der das perfekt beherrscht, ist der „Graslutscher“ Jan Hegenberg. Mit jeder seiner Kolumnen belegt er nachdrücklich, dass Veganer alles andere als „sich selbst kasteiende Spaßbremsen“ sind. Eine kleine Kostprobe seiner Kunst gibt es hier.

Marcus Meurer

vegane Boxhandschuhe

Vegane Kampfsport Ausrüstung bei Vehement

Ich bin ein großer Kampfsport Fan und trainiere selber verschiedene Kampfkünste. Als ich den Shop entdeckt habe war ich so fasziniert, dass ich den Gründer angeschrieben habe und mit ihm ein Interview für meinen Podcast LIFE HACKZ gemacht habe.

Der kleinen Bio-Laden um die Ecke

Wenn man neue Dinge in sein Leben integriert merkt man erst, in was für einer Bubble man lebt. Man ist oft total eingefahren und erkennt gar nicht, was noch alles um einen herum passiert. Auf einmal habe ich überall grün und Bio Läden gesehen und mich jedes mal wie ein kleines Kind gefreut und neue vegane Produkte getestet. Ich kam mir während der Vegan Challenge vor wie ein kleines Kind, das täglich neue Sachen entdeckt.

Meine Power und Kraft haben nicht nachgelassen

Ein gängiges Vorurteil, das mich auch bisher davon abgehalten hat den veganen Lifestyle zu testen ist, dass man nicht genug Energie und Kraft hat, wenn man sich nur grün ernährt. Angeblich fehlt das Protein um weiter so viel drücken zu können wie vorher. Als ich während der Challenge ins Gym bin, hatte ich ein  mulmiges Gefühl bevor ich auf die Waage bin und meine ersten Sätze mit Freihanteln gemacht habe. Doch das war völlig unbegründet: Ich hatte immer noch mein Optimalgewicht und konnte auch die Sätze mit den gleichen Gewichten super durchstehen. Das war der letzte Trigger, um meine Ernährung auf 80/20 vegan umzustellen.

Romana Handler

romanaWie dich bewusste Ernährung zu einem besseren Menschen macht

Im Rahmen von Melanie’s 30 Tage Vegan Challenge habe ich mich sehr intensiv mit bewusster Ernährung und Körpergefühl befasst. Ich habe deutlich gemerkt, dass wenn ich meinem Körper Gutes gebe, belohnt er mich mit Gutem. Aber wie macht mich das zu einem besseren Menschen?

Beginnen wir hier: ICH selber bin dafür verantwortlich ob ich mir irgendeinen Scheiß reinstopfe oder ob ich mich mit gesunden Produkten oder bewusst gekochten Gerichten verwöhne. Ich kenne viele Menschen die sagen: „Für mich alleine koche ich nicht, das zahlt sich nicht aus.“ Das finde ich sehr schade! Denn gerade für mich zu kochen zahlt sich immens und immer aus:

Ich bin doch die Person mit der ich am meisten Zeit verbringe, mit der ich Tag und Nacht zusammen bin. Mit der ich immer ins Bett gehe und die Person die ich am meisten lieben und schätzen sollte – denn wenn ich mich in meinem Körper nicht wohl fühle, wie sollen sich dann bitteschön andere Menschen in meiner Gegenwart wohlfühlen?

Du kennst sicher den Werbeslogan „Du bist nicht du, wenn du Hunger hast“. Und genauso wenig bist du DU, wenn du dich schlecht ernährst und deinem Körper viel Müll reinstopfst. Der Wert den du deiner Ernährung bei misst, den misst du dir selber bei. Doch wie kann ich das ändern?

Ich kann mich selber belohnen und mir mehr Wert geben, indem ich eine überlebenstechnischen Notwendigkeit – Nahrungsaufnahme – zelebriere. Mit Liebe kochen, mit Freude anrichten und mit Genuss verzehren. Ein herrliches, duftendes, aus guten Zutaten entstandenes Gericht macht nicht nur satt und zufrieden, es hebt die Laune und das positive Körpergefühl ungemein. Da werden alle Sinne angesprochen, das ist wie Traum-Urlaub für Körper und Seele. Wie einfach und simpel ist das denn?!

Dafür brauchst du keine Gurus oder sonstige Wunder-Mittelchen – du musst es nur einmal lernen, einmal umprogrammieren, einmal erfahren – und dafür bietet sich ein Programm wie Melanie’s 30 Tage Vegan Challenge an. Es öffnet dir einen Raum um bewusste, liebevolle und gesunde Ernährung neu zu entdecken – egal ob du danach vegan bleibst oder nicht. Die Challange trägt dazu bei der Mensch zu werden, der du sein könntest. Und das kommt neben dir auch anderen Menschen und der Umwelt zu Gute. Das hat Wert und macht richtig Lust, das solltest du mal ausprobieren!

Jasper Ribbers

Vegan Challenge Treffen in Berlin

Challenge Treffen in Berlin

Von einer Gruppe von motivierten Menschen umgeben zu sein macht die Dinge viel einfacher

Ich habe von der 30 Tage Vegan Challenge viel gelernt. Eines der wichtigsten Dinge war, dass es viel einfacher ist etwas durchzuhalten, wenn es andere Menschen gibt, die das gleiche durchmachen. Es ist viel einfacher selbst aufzugeben, als die anderen aufgeben zu lassen. Und eine Facebook Gruppe, in der alle ihre Erfahrungen, Bilder und Rezepte posten hilft ungemein.

Cowspiracy

Die Challenge hat mich dazu inspiriert, mich mehr mit der Fleischindustrie und ihrer Belastung für die Umwelt zu beschäftigen. Deshalb habe ich mir die Dokumentation Cowspiracy angeschaut. Ich bin oftmals etwas skeptisch, wenn es um Dokumentationen wie diese geht, aber was mich wirklich beeindruckt hat war, dass es 16 Kilogramm Getreide benötigt, um nur 1 Kilogramm Fleisch herzustellen. Dies erscheint mir doch ziemlich uneffizient. 

Genug Eiweiß nur durch Gemüse und Obst?

Als drittes hatte ich während der Challenge eine ziemlich große Erkenntnis, als mir jemand erzählte, dass der Mensch unbedingt Fleisch braucht, um seinen Eiweißbedarf zu decken. Daraufhin habe ich das erstmal recherchiert und herausgefunden, dass es nicht stimmt. Überraschenderweise enthält Gemüse bei einer gleichen Kalorienmenge genausoviel Eiweiß wie Fleisch.

Das klingt verrückt oder? Hier ein Beispiel: 100 Gramm Steak enthalten 28 Gramm Eiweiß und 194 Kalorien. 100 Gramm Spinat enthalten dagegen 3 Gramm Eiweiß und 23 Kalorien. Um 194 Kalorien zu mir zu nehmen, benötige ich also 843 Gramm Spinat, der 25 Gramm Eiweiß enthält. Also fast genausoviel wie ein Steak!  

843 Gramm Spinat hört sich jetzt erstmal viel an, aber dieser besteht aus 91,4% aus Wasser. Getrocknet sind es also nur 72 Gramm. Aber lass uns einmal anschauen, welche weiteren Nährstoffe in 843 Gramm Spinat enthalten sind.

Damit deckst du nämlich den Tagesbedarf in Prozent der folgenden Nährstoffe ab:

• Kalium: 126%

• Ballaststoffe: 67%

• Vitamin A: 1,576%

• Kalzium: 76%

• Vitamin C: 387%

• Eisen: 126%

• Vitamin B6: 84%

• Magnesium: 160%

Die 100 Gramm Steak hingegen decken 96% deines Vitamin B12 Bedarfs ab, gleichzeitig bekommst du aber auch schon 20% deines täglichen Fettbedarfs und 32% der empfohlenen Cholesterinmenge.

Im Endeffekt hören sich diese 843 Gramm Spinat für mich also nach einer ziemlich guten Alternative an!

Annika Schroeder

Soy

Restaurant Soy in Berlin

Durch Zufall entdeckte ich in Berlin das vegane-vietnamesische Restaurant SOY

Die aus Hanoi stammende Inhaberin Lien Tran erklärt SOY – Soja zu deutsch, damit dass sich in der traditionellen vietnamesischen Küche die Fischsauce immer wiederfindet und das SOY diese durch eine spezielle Sojasauce ersetzt, und die Gerichte daher bedenkenlos von Veganern geschlemmt werden können. Die Atmosphäre im SOY empfinde ich als angenehm, modern und schlicht. Was vermutlich daran liegt, dass bei der Planung des Restaurants ein Feng Shui-Meister half. Vegan geht also auch schick und trendy und muss nicht immer gleich Öko sein. Ich bestelle mir das Thai Curry als Mittagstisch zusammen mit einem Jasmin Tee und schmecke abgesehen von dem Tofu und Seitan keinen

Unterschied zu einem normalen Vietnamesischen Thai Curry. Als Nachtisch gönne ich mir einen Mangoshake aus Soja-& Kokosmilch und Mangopulp. Bei meinem nächsten Berlinbesuch komme ich definitiv wieder und teste weitere Gerichte im SOY.

Vegane Schokolade von IChoc*

Beim Einkaufen stoße ich in der Bio-Ecke auf die vegane Ichoc Schokolade  und entscheide mich für die Choco Cookie Variante. Als mich zu Hause der fiese Schokoheißhunger überkommt nasche ich das erste Mal vegane Schockolade. Aufgrund der guten Zutaten ist diese geschmacklich wirklich empfehlenswert.

Mein neues Lieblingsrezept ist Kokossuppe mit Süßkartoffel

Man nehme: 1 Süßkartoffel, 2 Frühlingszwiebeln, 10 Champignons, 8 Kirschtomaten, 300ml Gemüsebrühe, 200ml Kokosmilch, Ingwer (nach Belieben)

Hier das Rezept:

Süßkartoffel schälen und klein schneiden. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Pilze und Tomaten halbieren. Süßkartoffel in der Gemüsebrühe 5 Minuten kochen. Dann den Rest dazu geben und 5 Minuten weiter köcheln. Je nach Belieben noch mit Salz oder Pfeffer nachwürzen.

Erfahre hier, wann die nächste Challenge startet

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Zusammenfassung

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